Trauerfall

Wenn ein Angehöriger stirbt, stehen Sie vor der Aufgabe, in kürzester Zeit alles Erforderliche zu regeln. Dies lässt Ihnen wenig Raum, mit der Erfahrung des Todes, mit Betroffenheit und Trauer angemessen umzugehen. Und doch ist beides notwendig. Das Gespräch mit dem Pfarrer kann eine wichtige Hilfe sein, um den Gefühlen einen Ort zu geben und den Trauergottesdienst zu gestalten. Nehmen Sie bitte möglichst früh Kontakt auf. Falls Sie in dringenden Angelegenheiten - etwa weil Sie eine häusliche Aussegnung für den Verstorbenen wünschen - beim Pfarramt niemanden erreichen (z.B. montags: Ruhetag), benutzen Sie bitte auf jeden Fall den Anrufbeantworter. Montags bis freitags jeweils von 7.00 bis 12.00 Uhr erreichen Sie auch das Dekanat unter der Rufnummer 06731 - 998467. Auch die Bestattungsunternehmen helfen Ihnen gern, Kontakt mit einer Pfarrerin oder einem Pfarrer herzustellen, falls der Gemeindepfarrer einmal längerfristig nicht erreichbar ist.

Für ein verstorbenes Evangelisches Gemeindeglied wird nach einer lange gebräuchlichen Ordnung geläutet, und zwar an einem verabredeten Tag vor der Trauerfeier entweder um 10.00 oder 17.00 Uhr: Drei mal eine Minute lang eine Glocke, dazwischen immer eine Minute Pause. Bei einem Kind läutet die kleine Glocke, bei einer Frau die mittlere und bei einem Mann die große Glocke. Danach läuten zehn Minuten lang alle drei Glocken.
Am besten nehmen Sie mit dem Pfarramt Kontakt auf, damit von dort das Läuten veranlasst wird, oder beauftragen ein Bestattungsunternehmen damit.

In Gau-Odernheim und Gau-Köngernheim ist es üblich, dass die Trauerfeier mit der Aussegnung in der Trauerhalle auf dem Friedhof beginnt. Gelegenheit, Worte der Anteilnahme an die Trauernden zu richten, besteht unmittelbar vorher. Aus der Trauerhalle begibt sich die Trauergemeinde bei Erdbestattungen zur Beisetzung des Sarges bzw. der Urne an die Begräbnisstelle. Von dort aus zieht die Trauergemeinde in die Kirche, wo erst die eigentliche Trauerfeier stattfindet. In vielen Fällen laden die Angehörigen im Anschluss daran zu einem Trauerkaffee ein, der gern im Gemeindehaus „Jugendheim“ ausgerichtet wird. Die Kirchengemeinde bietet den Angehörigen an, das Jugendheim gegen Entrichtung einer Spende zur Fortsetzung der Trauerfeier zu benutzen, sofern der Raum zu der betreffenden Zeit frei ist.

Für die Trauerpredigt wird ein leitendes Bibelwort ausgewählt, für das Sie gern einen Vorschlag machen können. Es kann sich z.B. lohnen, eine alte Urkunde über Taufe, Konfirmation, Trauung oder ein höheres Geburtstagsjubiläum aus dem Nachlass der/des Verstorbenen heraus zu suchen, auf der ein Bibelzitat vermerkt ist.

In einem regulär stattfindenden Gottesdienst nach der Trauerfeier - meist schon im direkt darauf folgenden - wird der/des Verstorbenen im Rahmen des Fürbittengebets gedacht. Zu diesem Gottesdienst sind die Angehörigen besonders herzlich eingeladen. Die Absprache des Termins geschieht anlässlich des vorbereitenden Trauergesprächs.

Das Anmeldeformular für eine kirchliche Bestattung können Sie herunter laden: Anmeldeformular Bestattung

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Für den schweren Weg wünschen wir Ihnen viel Kraft und Gottes Beistand.

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